6G der zukünftige Mobilfunkstandard – schneller, präziser und riskanter

6G der zukünftige Mobilfunkstandard – schneller, präziser und riskanter

Das neue Netz soll mehr können als alle anderen: Es soll Personen, Räume und Gegenstände vermessen – ideal für Onlinespiele, selbstfahrende Autos und Virtual Reality. Die Sprache ist von dem neuen Mobilfunknetz 6G, zu dessen Entwicklung Berliner Ingenieure beitragen.

Noch hat sich 5G noch nicht ganz durchgesetzt – zumindest wird der neue Mobilfunkstandard von kaum jemanden genutzt, da ist am Horizont bereits der Nachfolger zu erkennen: Von 2030 an soll 6G übernehmen und die Daten 100-Fach schneller übertragen. Als „DIE“ mobile Datentechnologie der Zukunft bezeichnete Bundesforschungsministerium Anja Karliczek (CDU) 6G.

Die Evolution des Mobilfunks

Erstmals machte 4G ein drahtloses Breitbandinternet möglich, womit einfachere Maschinenanwendungen möglich wurden. Mit 5G werden bereits erste wichtige Maßstäbe gesetzt, und der Mobilstandard hebt die digitale Vernetzung auf die nächste Ebene an. Mit 6G wird „die mobile Datentechnologie der Zukunft vorhanden sind und diese wird die Kommunikation im nächsten Jahrzehnt bestimmen, wenn nicht sogar revolutionieren“, laut der der ehemaligen Bundesforschungsministerin Karliczek.

Die Daten sollen mit 6G 100-Fach schneller übertragen werden im Vergleich zu 5G und wird große Vorteile für die mobile Kommunikation jedes einzelnen Menschen bedeuten, ebenso wie für die Industrie und Landwirtschaft. Diejenigen, die alle Potenziale erschließen wollen, die werden um 6G nicht herumkommen.

6G – der Traum-Funkstandard

Mit der Vergabe der Lizenzen für den neuen Mobilfunkstandard 5G werden viele Möglichkeiten versprochen: eine bisher unbekannte datendicht plus einer sicheren Echtzeitübertragung mit mehreren Gigabyte pro Sekunde ermöglichen bereits neue Anwendungsarten. Diese sind jedoch abhängig von der Verfügbarkeit und der Zuverlässigkeit des Funknetzes. Während der flächendeckende 5G-Ausbau noch in weiter Ferne liegt, wird bereits von 6G und weiteren Folgeversionen geträumt – selbst wenn die Netzabdeckung der fünften Generation weltweit erst bei rund 10 Prozent liegt. Dies wurde unlängst auf dem Mobile World Congress bestätigt. Anzumerken ist, dass in Deutschland laut den Daten der Bundesnetzagentur bis Ende Oktober 2021 bereits über 53 Prozent der Fläche mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G zumindest von einem Anbieter versorgt ist.

Mit dem Griff zum Smartphone besteht somit für die Anwender eine Chance von eins zu neun bei der Datenübertragung mit 5G-Highspeed. Allerdings kann selbst die Fläche, die bereits abgedeckt ist, in den meisten Fällen nicht mit der höchstmöglichen Datenrate versorgt werden. Bei manchen Providern verbirgt sich hinter dem Kürzel „5G“ in der oberen Ecke zurzeit noch die Surfgeschwindigkeit von 4G-LTE. Der Grund dafür ist, dass die Übertragungsrate von 5G zumeist noch auf der Basis der Technik steht, die das 4G-Netz überträgt.

An Forschung & Normung von 6G ist auch Apple beteiligt

Bis zu 1000 Gigabit pro Sekunde soll die Übertragungsrate betragen (Zum Vergleich: 5 G ermöglicht 10 Gigabit pro Sekunde) und das bei einer Latenz von weniger als 100 Mikrosekunde. Hinzu kommt, dass eine einzige Basisstation weitaus mehr mobile Endgeräte versorgen kann als der aktuelle Standard 5G. Allerdings gilt es, eine genaue Spezifikation des zukünftigen Mobilfunkstandards zu erarbeiten. Für entsprechende Forschungsprojekte hat das Bundesforschungsministerium in den kommenden Jahren 700 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Als Mitglied der Alliance for Telecommunications Industry Solutions (ATIS) beteiligt sich Apple am Normungsprozess. Zudem stellte der iPhone-Konzern bereits vor rund einem Jahr Mitarbeiter ein, die sich ausschließlich mit der Entwicklung von 6G beschäftigen.

Die Planungen für die Zukunft nehmen Formen an – in den USA kam es zu Problemen

In den vergangenen Monaten und Jahren verlief die Einführung des aktuell modernsten Mobilfunkstandards 5G nicht ganz problemlos. So kam es in den USA zu Auseinandersetzungen zwischen Telekommunikationsanbietern sowie Fluggesellschaften und Airport-Betreibern. Letztere fürchteten um die Sicherheit, da die Signale der Basisstationen und Endgeräte in bestimmten Frequenzbereichen angeblich für Störungen sorgen. Davon geht ebenfalls die US-amerikanische Luftaufsichtsbehörde Federal Aviation Administration (FAA) aus. Die Organisationen gehen insbesondere davon aus, dass die Funktion der Funkhöhenmessern, die in Flugzeugen zum Einsatz kommen, möglicherweise beeinträchtigt werden.

Für die Irritationen im Zusammenhang mit der Installation von 5G in Flughafennähe, die bislang noch immer nicht ganz ausgeräumt sind, sorgt vor allem die unzureichende Kommunikation zwischen den zuständigen Behörden in den USA. Zudem kam erschwerend hinzu, dass die Mobilfunkanbieter manche Informationen nicht preisgaben laut einem Bericht von 9to5Mac. Nach Ansicht der US-amerikanischen Federal Communications Commission (FCC) gilt es solche und ggf. weitere Probleme bei 6G unbedingt zu vermeiden. Eingeführt wird die nächste Mobilfunk-Generation wahrscheinlich erst ab 2030. Jedoch sollen die konkreten Planungen bereits jetzt beginnen, wie es vonseiten der Regulierungsbehörde heißt.

Ist 6G überhaupt notwendig?

Mit 6G sollen diese Szenarien Wirklichkeit werden:

  • (Im Notfall) können Chirurgen millimetergenaue Operationen aus der Ferne mit Roboterunterstützung ausführen.
  • Fahrerlose Transportmittel in den Städten wie bspw. Taxis bringen uns von A nach B.
  • In vielen Bereichen stehen intelligente Assistenz-Roboter zur Verfügung, wie bspw. Krankenhäusern oder Pflegeheimen.
  • Videocalls gehören der Geschichte an, denn es lassen sich mit den Smartphones Hologramme darstellen.
  • Medizin 4.0 durch verbessertes Wearable-Monotoring, wie bspw. das Aufzeichnen der Vitaldaten durch eine Smartwatch, womit es möglich ist, Krankheitsbilder besser erkennen und behandeln zu können.
  • Es werden neue Endgeräte genutzt wie mobile Virtual-Reality-Brillen oder Augmented-Reality-Wearables.

Für die klassische Smartphone-Nutzung ist aus heutiger Sicht die 5G-Technologie mehr als ausreichend. Allerdings könnte sich dies mit dem Blick auf 2030 ändern. Sollten die Handys der Zukunft tatsächlich Hologramme projizieren können, dann würde dies eine immense Menge an Daten verschlingen und 6G notwendig machen. Ebenfalls wird für industrielle Projekte wie bspw. autonome Autos, Smart Citys oder dem Ausbau des Internets der Dinge ein ähnlich grosser Bandbreiten-Hunger erwartet.

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